„Durch die Optimierung der Rohstoffauswahl konnten wir in den Emissionskategorien Scope 1 und Scope 3 signifikante Einsparungen erzielen“, erläutert Peter Bali, Head of Business Development.
„Durch die Optimierung der Rohstoffauswahl konnten wir in den Emissionskategorien Scope 1 und Scope 3 signifikante Einsparungen erzielen“, erläutert Peter Bali, Head of Business Development.

Compo

Ganzheitlich und mit voller Überzeugung

Ob CO₂-Bilanz oder Nachhaltigkeitserklärung: Wie lässt sich der Aufwand bewältigen? Und warum lohnt es sich? Compo-CEO Stephan Engster und Peter Bali, Head of Business Development, berichten.   

Für die einen ist oder wird sie voraussichtlich bald gesetzlich verpflichtend. Bei anderen bringen sie Kundenanfragen auf die Agenda. Oder sie ist Konsequenz der Unternehmensausrichtung und -ziele. Meistens ist es eine Mischung all dieser genannten Gründe, die dazu führt, dass zahlreiche Unternehmen aktuell mit einer Form der Nachhaltigkeits­berichterstattung befasst sind.  

So auch Compo: „Im Rahmen des Green-Leadership-Ver­sprechens hat Compo bereits vor mehreren Jahren alle Nachhaltigkeitsaktivitäten in eine überge­ordnete Nachhaltigkeitsstrategie überführt“, berichtet CEO Stephan Engster. „Als konsequente Schritte erfolgten neben dem Beitritt zum UN Global Compact und der Unter­zeichnung des Commitment Letters zur Science Based Targets-­Initiative auch die Veröffent­lichung der inzwischen zweiten Nachhaltigkeitserklärung nach dem Standard des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK).“  

Eine DNK-Erklärung verlangt neben der ausführlichen Darstellung aller klimarelevanten Emissionen auch die umfassende Dokumentation sozialer beziehungsweise gesellschaftlicher und Governance-Aspekte des ESG-Programms. Hier deutet sich bereits an, welcher Aufwand allein mit der Dokumentation der Nachhaltigkeitsaktivitäten einhergeht. Ein Aufwand, der im Übrigen auf alle verpflichtenden beziehungsweise anerkannten Formen der Nachhaltigkeitsberichterstattung zutrifft. „Machbar ist das nur mit voller Überzeugung und ganzheitlich“, betont Engster.  

„Die Ergebnisse sprechen für sich“, sagt Compo-CEO Stephan Engster mit Blick auf das Nachhaltigkeitsengagement des Münsteraner Unternehmens.
„Die Ergebnisse sprechen für sich“, sagt Compo-CEO Stephan Engster mit Blick auf das Nachhaltigkeitsengagement des Münsteraner Unternehmens. (Quelle: Compo)

Schnittmengen im Blick behalten

Bei Compo steuert daher bereits seit mehreren Jahren ein abteilungsübergreifendes Strategie-Team, das „ESG House of Competence“, die Nachhaltigkeitsaktivitäten. Im Kernteam sind alle für die Nachhaltigkeitsstrategie relevanten Geschäftsbereiche und -felder vertreten. Je nach Fragestellung werden externe Berater hinzugezogen. Ergänzend kommt eine speziell auf die unternehmensspezifischen Anforderungen abgestimmte ESG- und CSRD-Softwarelösung zum Einsatz. Diese erleichtert die jährliche Erfassung der zahlreichen erforderlichen Datenpunkte, gewährleistet eine einheitliche Daten­erhebung und schafft Syner­gieeffekte, so Compo.

„Trotz des spürbaren Einsatzes personeller Ressourcen hat sich der Aufbau eines Nachhaltigkeitsteams im Unternehmen schon jetzt als wertvoll erwiesen“, sagt Peter Bali, Head of Business Development. „Unser ESG House of Competence sorgt dafür, dass Compo seine ambi­tionierten Ziele erreicht, die gesetzlichen Vorgaben erfüllt und dabei Abhängigkeiten und Schnitt­mengen zwischen den kom­plexen Teilprojekten im Blick behält“. Das bekräftigt auch Engster: „Der interne Aufbau von ESG-Kompetenz trägt dazu bei, dass Nachhaltigkeitsziele und wirtschaftliche Interessen bestmöglich in Balance gebracht werden. Die ökonomische Effizienz ist für jedes Wirtschafts­unternehmen unverzichtbar. Das ist auch der Kern von Compos Green-Leadership-Versprechen.“ Dabei müsse aber immer sichergestellt sein, dass Compo-Produkte zu marktgerechten Preisen und Bedingungen angeboten werden können und vom Konsumenten als qualitativ und preiswürdig anerkannt und nachgefragt werden.

(Quelle: Compo)

Transparenz als Schlüssel

Die vielfältigen Anforderungen einer transparenten Nachhaltigkeitsberichterstattung sind dabei Herausforderung, Unterstützung und Leitfaden zugleich: „Instrumente wie die DNK-Erklärung verdeutlichen, dass wir unsere selbst gesteckten Verpflichtungen ernst nehmen und europaweit erfolgreich umsetzen“, erklärt Engster.

Besonders hebt Compo dabei seinen Erfolg bei der Erhöhung des Anteils nachwachsender, regionaler Rohstoffe in Düngern und Blumenerden hervor. „Durch die Optimierung der Rohstoffauswahl im Substratbereich konnten wir in den Emissionskategorien Scope 1 und Scope 3 signifikante Einsparungen erzielen“, erläutert Bali. Die Strategie, die direkten und indirekten Emissionen entlang der Wertschöpfungskette weiter zu reduzieren, soll in den kommenden Jahren fortgeführt und ausgebaut werden. Gleichzeitig reduziert Compo durch die regionale Beschaffung und Verarbeitung natürlicher Rohstoffe die Transportemissionen und stärkt die Flexibilität der Lieferkette.

Auch die flächendeckende Umstellung auf Ökostrom an allen deutschen Standorten zeigt messbare Erfolge: „Diese Maßnahme senkt unsere Scope-2-­Emissionen, also die Emissionen aus eingekaufter Energie, um mehr als 89 Prozent. Die Einführung von Grünstrom an internationalen Standorten ist bereits in Planung“, erklärt Engster. Zudem setzt Compo auf nachhaltige Mobilität, beispielsweise durch E-Ladestationen und ein Dienstrad-Leasingprogramm. „Die Ergebnisse sprechen für sich. Schon in der aktuellen Nachhaltigkeitserklärung können wir deutliche Reduktionen der Treibhausgas-Emissionen nachweisen. Das ist sehr gut, wir werden diesen Weg konsequent weiterverfolgen“, so Engster.

Darüber hinaus sorgt der Deutsche Nachhaltigkeitskodex mit seiner Veröffentlichungsplattform für maximale Transparenz. „Auch für unsere Handelspartner und Kunden sind unsere Nachhaltigkeitsstandards jederzeit transparent und vergleichbar“, fasst Engster zusammen.

(Quelle: Compo)
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