Das geringe Umsatzwachstum wurde größtenteils durch branchenfremde Ware realisiert, die in den Baumärkten verkauft werden. Das ist eine wichtige Tatsache, da die Baumärkte inzwischen 71 Prozent des Gesamtumsatzes der DIY-Branche bestimmen. Der Sanitärbereich bleibt laut GfK bei den Baumärkten der größte Umsatzträger, aber der Posten „übriger Umsatz“ sorgt seit dem Jahr 2000 für erstaunliche Wachstumsraten und trägt inzwischen mit 8,1 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Auch der Bereich Garten kann sich mit einem Anteil von durchschnittlich 9,4 Prozent sehen lassen. Im April/Mai liegt er sogar bei 20 Prozent. Außerdem haben die Baumärkte einen wesentlichen Anteil im Gesamtumsatz des Gartensegments. 2004 lag er bei 22,4 Prozent. Lässt man das lebende Grün außer Betracht, dann beläuft sich der Anteil der Baumärkte auf 33,2 Prozent. Die restlichen Zweidrittel werden durch die Gartencenter generiert. Im Rahmen von Aktionen erreichen die Baumärkte bei lebendem Grün einen Anteil am Gesamtumsatz von 11,8 Prozent.
In der DIY-Landschaft hat sich 2004 wenig verändert. Die Baumarktrangliste wird nach Anzahl der Märkte von Gamma angeführt mit 147 Märkten, gefolgt von Praxis und Karwei die beide um vier Märkte wuchsen. Bei den Kleinmärkten bestimmen Hubo, Doeland und Fixet Klusmarkt die Rangliste. Hubo zählt 201 Märkte, Doeland 100 und Fixet Klusmarkt 72. Auch wenn die Anzahl der Standorte dieses DIY-Formates langsam abnimmt, ist es nicht zum Untergang verurteilt: Formido eröffnete vergangenen Sommer seinen ersten Kleinflächenmarkt. Außderdem übernahm HDB, die Muttergesellschaft von Hubo, die Eisenwarenvertriebslinie Idee-voor-Vakwerk. Der größte Teil der Mitglieder wird daher auch zur Vertriebslinie Hubo wechseln, wodurch der Kleinmarkt in den Niederlanden nach wie vor populär bleibt.
Im grünen DIY-Segment wächst der Newcomer des Vorjahres Uw Groene Vakzaak auf 37 Standorte an, während der langjährige Spitzenreiter Agri Retail, mit den Vertriebslinie Boerenbond und Welkoop, das Jahr mit 45 Standorten weniger begann.