In den ersten Monaten des laufenden Jahres hat sich die Erholung im Onlinehandel gefestigt: Die Gesamtumsätze mit dem Online-Verkauf von Waren im ersten Quartal stiegen (nicht inflationsbereinigt) um 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 19.7 Mrd. Euro. Darüber informiert der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (BEVH) in einer Pressemitteilung.
Damit ist der E-Commerce zum ersten Mal seit Mitte des Jahres 2022 wieder stärker als die Inflation gewachsen. Der Warenbereich für DIY & Blumen legte dabei um 7,2 Prozent zu, der Umsatz im ersten Quartal liegt damit bei 706 Mio. Euro (Q1 2024: 659. Mio Euro). Die Kategorie Möbel, Lampen und Dekoration konnte um 1,7 Prozent zulegen (von 1,389 Mrd. Euro auf 1,412 Mrd. Euro); und Haushaltswaren und -geräte liegen 1,2 Prozent im Plus (von 1,681 Mrd. Euro auf 1,702 Mrd. Euro).
„Der Aufwärtstrend gibt Hoffnung, auch wenn die Verbraucherinnen und Verbraucher sich kurzfristig durch das globalpolitische Geschehen verunsichern ließen“, kommentiert Martin Groß-Albenhausen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des BEVH. „Die Deutschen haben viel Geld zur Seite gelegt – es wird nun Aufgabe der neuen Regierung, die Kaufkraft trotz der Handelskriege zu erhalten. Vor allem aber dürfen die Unternehmen nicht noch zusätzlich belastet werden. Maßnahmen gegen globale Technologiekonzerne verteuern die digitale Infrastruktur, von der gerade viele kleine und mittlere Handelsunternehmen heute abhängen.“
Multichannel-Händler fallen zurück
Die Onlinehändler profitieren sehr unterschiedlich von der gestiegenen Nachfrage. Abermals stark zulegen konnten Online-Marktplätze (+ 5,1 Prozent), nur übertroffen von D2C-Marken (+ 6,7 Prozent), die nach einem durchwachsenen Vorjahr (- 2,3 Prozent) mit dem Negativtrend brechen.
Der BEVH merkt jedoch an, dass viele Markenhersteller parallel über Marktplätze verkaufen, weshalb sich diese Umsätze zu letzteren verschieben. Klassische Online-Shops wuchsen um 1,2 Prozent und damit unterdurchschnittlich. Multichannel-Händler setzten über ihre Webshops 0,4 Prozent weniger um als im Vorjahresquartal.