Page 13 - diy Fachmagazin Ausgabe 04/2024
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Fotos: Dähne Verlag, Strnad
Stärken aus dem Profi-Geschäft und regionalem Denken funktio-
in Einzelhandel ausspielen: Peter niert nur, wenn man genau das
Abraham, Bereichsleiter Einzel- nicht macht: zentral denken. „Fi-
handel der Eurobaustoff, Prokurist
Clemens Ploenes und Baumarkt- lialisten und Franchiser haben es
leiter Andreas Harttig (v. l.). sicher oft einfacher, ein System
über alle Standorte auszurollen“,
lin – die Kombination von Bau- verdeutlicht Peter Abraham seine
stoffhandel und Baumarkt – zu Sicht. „Die beste Lösung für den
beherrschen. So jedenfalls lässt Standort lässt sich aber nur mit
sich der Gedanke interpretieren, einem individualisierten und oft
den Prokurist Clemens Ploenes auch spezialisierten Konzept
formuliert: „Das Team der Zen- erreichen, nicht mit Vereinheit-
trale kann sich in die Region und lichung. Das ist die Stärke, die
in den Markt hineinversetzen und unsere Gesellschafter mit ihren
mit uns gemeinsam überlegen, Kombistandorten auszeichnet.“
gang – vorbei an den neu kon- sind wir von 200 auf 16 Blatt wie die Standortausrichtung aus- n
zipierten Regalstirnseiten der runter, zuzüglich Weißware.“ sehen muss.“
Seitengänge für Aktionen in auf- Insgesamt hat man den Wa- Man könnte auch sagen: www.diyonline.de/
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fallendem Gelb– gezielt auch in renbestand reduziert, umge- Diese Kombination aus Baustoff-
den hinteren Bereich des Mark- kehrt aber an den Sortimenten und DIY-Handel, aus zentralem MeHr onlIne
tes. Dort befindet sich das Farb- gearbeitet und unter anderem
studio, eine weitere markante mehr dekorative Artikel oder
Abteilung, in der Mobau Erft die auch mehr Auslegeware hinzu-
Stärke aus dem Profigeschäft genommen. „Damit bekommen
im Einzelhandel ausspielt. Denn wir mehr Frequenz auf die Fläche
es stehen gleich zwei Komplett- und mehr Drehung in die Sorti-
sortimente samt jeweiliger Farb- mente“, sagt Harttig.
mischmaschine zur Verfügung, Zum Markt in Bedburg gehört
die beides, sowohl den Profi- als auch ein Gartencenter. Hier will
auch den Endverbraucherbedarf, man das Pflanzenangebot deut-
abdecken. lich ausbauen. Gleichzeitig hält
„Unsere Zahlenanalyse hat man an den Sortimenten Garten-
uns bestätigt, dass wir bei Far- möbel und Grills fest. „Das sind
ben sehr stark sind“, berich- Kompetenzartikel“, urteilt der Die große Workwear-Abteilung gehört zur SB-Fläche des Profi-Fachmarkts.
tet Marktleiter Andreas Harttig. Marktleiter.
„Also war uns klar: Wir müssen „Beim Thema Pflanzen und
definitiv auch den Bereich der Wohnen im Garten sehe ich nicht
Profifarben abdecken.“ nur an diesem Standort mittel-
„Natürlich haben wir zu- fristig noch Potenzial“, sagt Peter
nächst einmal die Sortimente Abraham. Zwar geht es hier nicht
Standort-bezogen analysiert um Baustoffe, aber auch hier gilt
und daraus Konsequenzen ge- das Argument Qualität und Preis-
zogen“, bekräftigt Prokurist Cle- niveau, wie Abraham betont.
mens Ploenes. Für manche Sor- Es ist dieser Blick auf die
timente hieß das auch, dass sie ganze Unternehmensgruppe und
eingekürzt wurden. „Das Thema den Markt einerseits und auf die
Leuchten hat bei uns nicht wirk- Gegebenheiten vor Ort anderer-
lich gut funktioniert“, nennt Hart- seits, die es Kooperationen er- Die Farbenabteilung hat im neuen Flächen- und Sortimentskonzept noch
tig ein Beispiel. „Und bei Tapeten möglichen, ihre Paradediszip- mehr Kompetenz bekommen.
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